Pflege-Wissen von A bis Z

Ambulanter Pflegedienst

Der ambulante Pflegedienst unterstützt Pflegebedüftige und ihre Angehörigen bei der Pflege zu Hause. Er bietet Familien Unterstüzung und Hilfe im Alltag, damit pflegende Angehörige z. B. Beruf und Betreuung besser organisieren können. Das Personal des Pflegedienstes kommt zu den Pflegebedüftigen nach Hause und hilft fach- und sachkundig bei der täglichen Pflege. Die ambulante Pflege ermöglicht es Betroffenen, trotz Pflegebedüftigkeit in der vertrauten Umgebung zu bleiben.

Das Leistungsangebot der häuslichen Pflege erstreckt sich über verschiedene Bereiche. Dies sind vor allem:

  • grundpflegerische Tätigkeiten wie z. B. Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität und Lagerung,
  • Beratung der Pflegebedüftigen und ihrer Angehörigen bei pflegerischen Fragestellungen, Unterstüzung bei der Vermittlung von Hilfsdiensten wie Essensbelieferung oder Organisation von Fahrdiensten und Krankentransporten sowie
  • hauswirtschaftliche Versorgung, z. B. Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung.

Seit dem 1. Januar 2013 bieten ambulante Pflegedienste neben der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung auch gezielt Betreuungsleistungen (Hilfen bei der Alltagsgestaltung wie z. B. Spazierengehen oder Vorlesen) an.

Sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, erbringt ein ambulanter Pflegedienst auch häusliche Krankenpflege nach § 37 SGB V als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Zur häuslichen Krankenpflege gehören Tätigkeiten wie z. B. Medikamentengabe, Verbandswechsel und Injektionen.

Einen Überblick über zugelassene Pflegedienste geben die Leistungs und Preisvergleichslisten, die die Pflegekassen kostenfrei zur Verfügung stellen. Die ambulanten Sachleistungen der Pflegeversicherung für die Inanspruchnahme eines Pflegedienstes (Grundpflege, hauswirtschaftliche Versorgung und Betreuung) betragen seit dem 1. Januar 2015 monatlich in der Pflegestufe I bis zu 468 Euro, in der Pflegestufe II bis zu 1.144 Euro und in der Pflegestufe III bis zu 1.612 Euro (in Härtefällen bis zu 1.995 Euro). Für Menschen mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf liegen die Leistungen in der sogenannten „Pflegestufe 0“* bei 231 Euro, in Pflegestufe I bei 689 Euro, in Pflegestufe II bei 1.298 Euro und in Pflegestufe III bei 1.612 Euro (in Härtefällen bis zu 1.995 Euro).

*Menschen, deren Bedarf an Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung (noch) nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht, die in ihrer Alltagskompetenz aber dauerhaft erheblich eingeschränkt sind.

Pflegesachleistungen für häusliche Pflege

Pflegebedürftigkeit

In Stufen

Leistungen seit 2015

Max. Leistungen pro Monat in Euro

Pflegebedürftigkeit

In Graden

Leistungen ab 2017

Max. Leistungen pro Monat in Euro

-

-

Pflegegrad 1

**

sog. "Pflegestufe 0"

(mit Demenz*)

231

Pflegegrad 2

689

Pflegestufe I

468

Pflegegrad 2

689

Pflegestufe I

(mit Demenz*)

689

Pflegegrad 3

1.298

Pflegestufe II

1.144

Pflegegrad 3

1.298

Pflegestufe II

(mit Demenz*)

1.298

Pflegegrad 4

1.612

Pflegestufe III

1.612

Pflegegrad 4

1.612

Pflegestufe III

(mit Demenz*)

1.612

Pflegegrad 5

1.612

Härtefall

1.995

Pflegegrad 5

1.995

Härtefall

(mit Demenz*)

1.995

Pflegegrad 5

1.995

 

* Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI – das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen.

Häufig gestellte Pflege-Fragen

Was verbessert sich konkret für Pflegebedürftige in häuslicher Pflege und ihre pflegenden Angehörigen?

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Was verbessert sich konkret für pflegende Angehörige?

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Pflegerin hilft Pflegebedürftigem die Treppe hinauf

Weitere Informationen

Ambulante Pflegesachleistung

Pflegebedürftige, die weiterhin zu Hause leben, können einen zugelassenen professionellen Pflegedienst engagieren und erhalten dann die sogenannte „Pflegesachleistung“.

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Pflegen zu Hause

Die Pflegeversicherung berücksichtigt mit zahlreichen Hilfen – von der Zahlung ambulanter Pflegekräfte bis hin zu Hilfen für pflegende Angehörige – den Wunsch vieler pflegebedürftiger Menschen, zu Hause gepflegt zu werden.

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Häusliche Krankenpflege

Sofern durch häusliche Krankenpflege ein Krankenhausaufenthalt vermieden oder verkürzt werden kann, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten je Krankheitsfall für einen Zeitraum von bis zu vier Wochen.

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Betreuungs- und Entlastungsleistungen, ambulant

Seit dem 1. Januar 2015 haben alle Pflegebedürftigen, die zu Hause gepflegt werden, neben ihrem Anspruch auf zusätzliche Betreuungs- nun auch einen Anspruch auf zusätzliche Entlastungsleistungen.

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Pflegehilfsmittel

Pflegehilfsmittel sind Geräte und Sachmittel, die zur Erleichterung der häuslichen Pflege notwendig sind, die Beschwerden der Pflegebedürftigen lindern und dazu beitragen, den Pflegebedürftigen eine selbständige Lebensführung zu ermöglichen.

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Infografik-Poster – „Die Pflegestärkungsgesetze“

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Broschüre – „Die Pflegestärkungsgesetze“

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Broschüre – „Alle Leistungen zum Nachschlagen“

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Broschüre – „Ratgeber zur Pflege – Alles was Sie zur Pflege und zum neuen Pflegestärkungsgesetz wissen müssen"

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