Etwa 2,9 Millionen Menschen in Deutschland sind derzeit pflegebedürftig. Die Pflegestärkungsgesetze bringen einen gänzlich neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und damit einhergehend eine neue Art der Begutachtung. Mehr denn je steht nun der Einzelne mit seinen individuellen Fähigkeiten im Mittelpunkt. Wir bieten Ihnen hier einen ersten Einstieg rund um die zentralen Neuerungen für Pflegebedürftige.

Gruppe von Personen aus der Pflege mit dem Bundesminister

Zu den Informationen

Pflegeleistungs-Helfer

Illustration von mehreren Personen im Umfeld der Pflege

Pflegebedürftig. Was nun?

Was müssen Sie tun, wenn Pflege zum Thema wird? Hier finden Sie eine praktische Checkliste. 

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Informationen zur Pflege

Häusliche Pflege

Mehr als zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt – meist sorgen Angehörige oder ambulante Pflegedienste für sie. Um die häusliche Pflege zu stärken, hat die Bundesregierung die Leistungen für die Pflege zu Hause deutlich verbessert und Unterstützungsangebote ausgeweitet.

  • Höheres Pflegegeld 
    Für alle zu Hause betreuten Pflegebedürftigen wurde das Pflegegeld am 1. 1. 2015 erhöht.
  • Mehr Geld für Pflegehilfsmittel 
    Bis zu 40 Euro stehen pro Monat für Verbrauchsprodukte wie Betteinlagen oder Einmalhandschuhe zur Verfügung.
  • Weniger Anträge
    Für Hilfsmittel wie Gehhilfen oder Duschstühle sind keine Anträge mehr nötig – vorausgesetzt, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) empfiehlt diese in seinen Gutachten.
  • Höhere Zuschüsse für Umbauten 
    Bis zu 4.000 Euro können pro Maßnahme beantragt werden – etwa für Arbeiten zur Türverbreiterung.

Häusliche Pflege mit Unterstützung

Hilfe bei der Pflege im häuslichen Umfeld bieten z. B. ambulante Pflegedienste oder Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege. 

  • Höhere Pflegesachleistungen
    Für alle Pflegebedürftigen sind am 1. 1. 2015 die Ansprüche auf Pflegesachleistungen für die häusliche Pflege gestiegen.
  • Ausbau der Tages- und Nachtpflege
    Für die Tages- und Nachtpflege steht deutlich mehr Geld zur Verfügung. Sie werden nicht mehr mit Geld- und Sachleistungen verrechnet.
  • Ausweitung der Kurzzeitpflege
    Bis zu acht Wochen Kurzzeitpflege sind im Jahr möglich.
  • Angebote zur Unterstützung im Alltag 
    Seit dem 1. 1. 2017 können alle Pflegebedürftigen den Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro im Monat in Anspruch nehmen. Damit können Kosten für Angebote zur Unterstützung im Alltag erstattet werden.
  • Förderung Betreuter Wohngruppen
    Maximal 10.000 Euro Anschubfinanzierung gibt es für die Gründung betreuter Wohngruppen, bis zu 16.000 Euro je Maßnahme für den Wohnungsumbau. Pflegebedürftige erhalten seit dem 1. 1. 2017 monatlich einen Wohngruppenzuschlag von 214 Euro.

Pflege in einer Einrichtung

Knapp ein Drittel der Pflegebedürftigen werden in einem Alten-, Pflege- oder Altenwohnheim gepflegt. Auch ihnen kommen die Neuerungen zugute.

  • Höhere Leistungsbeträge
    Für alle Pflegebedürftigen in vollstationärer Pflege wurden am 1. 1. 2015 die Leistungsbeträge angehoben.
  • Neuerungen bei den Eigenanteilen
    Seit 2017 gilt in jeder vollstationären Pflegeeinrichtung ein einrichtungseinheitlicher pflegebedingter Eigenanteil. Das heißt: Es gibt innerhalb ein und derselben Einrichtung keinen Unterschied mehr bei den pflegebedingten Eigenanteilen der Bewohnerinnen und Bewohner mit den Pflegegraden 2 bis 5.
  • Mehr Betreuungsangebote 
    Mehr Zeit für Spaziergänge oder Vorlesen – zusätzliche Betreuungsangebote kommen allen stationär Gepflegten zugute. 

Wichtige Pflege-Fragen

Warum werden aus drei Pflegestufen fünf Pflegegrade?

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Was ändert sich durch die neue Begutachtung?

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Wie läuft eine Begutachtung zukünftig ab?

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Ich möchte mehr über das neue Gutachten wissen – wo kann ich hierzu Informationen erhalten?

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Wichtige Pflege-Wissen-Artikel

Gutachten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit

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Begutachtung (Pflegeversicherung)

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Pflegegrade und neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff

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Praxisbeispiele

Beide Seiten müssen das Hilfsmittel wollen

Interview mit Karin Dieckmann vom Hamburger Verein „Barrierefrei Leben e.V.“ zum Thema häusliche Pflege.

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„Jetzt geht es darum, wie selbständig ein Mensch ist“

Interview mit Gutachterin Sylvia Schulz vom MDK Berlin-Brandenburg über das neue Begutachtungsinstrument.

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Was bringt das Pflegestärkungsgesetz für Pflegebedürftige? Was ändert sich in der ambulanten Pflege? Wir haben die häufigsten Fragen für Sie beantwortet.

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Berichte aus dem Pflege-Alltag