Pflege-Wissen von A bis Z

Niedrigschwellige Hilfen

Bei niedrigschwelligen Betreuungsangeboten unterstützen häufig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowie Betreuungsgruppen Pflegebedürftige beispielsweise bei der Bewältigung von täglichen Aufgaben im Haushalt. Diese Angebote, die sich aus § 45b und c SGB XI ableiten, müssen von den zuständigen Bundesländern anerkannt sein.

Durch das Pflegestärkungsgesetz I werden die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen ausgebaut und auf alle Pflegebedürftigen ausgedehnt. Demenzkranke bekommen seit dem 1. Januar 2015 bis zu 104 oder 208 Euro pro Monat. Jetzt werden auch bei rein körperlicher Beeinträchtigung 104 Euro pro Monat von der Pflegekasse erstattet. Damit können Leistungen von Kurzzeitpflege, Tages- und Nachtpflege und Betreuungsleistungen durch ambulante Pflegedienste oder nach Landesrecht anerkannte niedrigschwellige Angebote finanziert werden.

Es können aber auch anerkannte Haushalts- und Serviceangebote oder Alltagsbegleitungen finanziert werden, die bei der hauswirtschaftlichen Versorgung und der Bewältigung sonstiger Alltagsanforderungen im Haushalt helfen. Das können auch Pflegebegleitungen der Angehörigen sein, die bei der Organisation und Bewältigung des Pflegealltags helfen. Und auch die Aufwandsentschädigung für nach Landesrecht anerkannte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die z. B. beim Gang auf den Friedhof begleiten oder beim Behördengang unterstützen, kann damit bezahlt werden. Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote können künftig auch anstelle eines Teils der Pflegesachleistung in Anspruch genommen werden (neue „Umwidmungsmöglichkeit“ in Höhe von bis zu 40 Prozent des jeweiligen ambulanten Pflegesachleistungsbetrags).

Eine Frau und ein Mann stehen in der Küche und halten gemeinsam eine Flasche Olivenöl

Weitere Informationen

Pflegestärkungsgesetz I, (PSG I)

Durch das am 1. Januar 2015 in Kraft getretene Erste Pflegestärkungsgesetz (PSG I) erhalten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen deutlich mehr Unterstützung.

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Betreuungs- und Entlastungsleistungen, ambulant

Seit dem 1. Januar 2015 haben alle Pflegebedürftigen, die zu Hause gepflegt werden, neben ihrem Anspruch auf zusätzliche Betreuungs- nun auch einen Anspruch auf zusätzliche Entlastungsleistungen.

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Ambulanter Pflegedienst

Der ambulante Pflegedienst unterstützt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege zu Hause. Er bietet Familien Unterstützung und Hilfe im Alltag, damit pflegende Angehörige z. B. Beruf und Betreuung besser organisieren können.

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Ehrenamtliches Engagement

Mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz wurde das bürgerschaftliche Engagement in der Pflege weiter gestärkt. Ehrenamtlich aktive Bürgerinnen und Bürger sowie Selbsthilfegruppen und -organisationen werden in die Versorgungsnetze vor Ort eingebunden.

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Leistungsanspruch

Die Pflegeversicherung gewährt eine Reihe von Leistungen, die Pflegebedürftige je nach Situation in Anspruch nehmen können.

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Infografik-Poster – „Die Pflegestärkungsgesetze“

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Broschüre – „Die Pflegestärkungsgesetze“

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Broschüre – „Alle Leistungen zum Nachschlagen“

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Broschüre – „Ratgeber zur Pflege – Alles was Sie zur Pflege und zum neuen Pflegestärkungsgesetz wissen müssen"

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