Pflege-Wissen von A bis Z

Medizinische Versorgung im Pflegeheim

Sicherstellung der medizinischen Versorgung für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen
Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung in Pflegeheimen unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der für andere Versicherte, die z. B. zu Hause wohnen. Die Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen und die Kassen(zahn)ärztliche Bundesvereinigung haben die medizinische Versorgung auch in Pflegeheimen sicherzustellen. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen haben eine freie Arztwahl.

Die Frage der haus-, fach- und zahnärztlichen Versorgung der Bewohner ist ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung für eine stationäre Pflegeeinrichtung. Stationäre Pflegeeinrichtungen sollen Kooperationsverträge mit Haus-, Fach- und Zahnärzten abschließen. Die Einrichtungen sind verpflichtet, den Pflegekassen mitzuteilen, wie sie die haus-, fach- und zahnärztliche Versorgung sowie die Arzneimittelversorgung organisiert haben. Dabei sollen sie insbesondere auf den Abschluss und den Inhalt von Kooperations­verträgen oder die Einbindung der Pflegeeinrichtung in Ärztenetze sowie auf den Abschluss von Vereinbarungen mit Apotheken zur medizinischen Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner hinweisen. Dazu gehören zum Beispiel Informationen zur Häufigkeit der haus-­, fach-­ und zahnärztlichen Visiten sowie zur ärztlichen Rufbereitschaft und zur Versorgung insbesondere nach 22 Uhr und an Wochenenden. Seit dem 1. Juli 2016 sollen Pflegeheime zudem auf die Zusammenarbeit mit einem Hospiz- und Palliativdienst hinweisen.

Die freie Arztwahl des Bewohners bleibt unberührt.

Die Pflegekassen haben sicherzustellen, dass diese Informationen der stationären Pflegeeinrichtung im Internet und in anderer geeigneter Form verständlich, übersichtlich, vergleichbar und kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Die Beschäftigung von Ärztinnen und Ärzten in Heimen
Stationäre Pflegeeinrichtungen können eine Ärztin oder einen Arzt anstellen, wenn eine ausreichende ärztliche Versorgung in der Einrichtung nicht über einen Kooperationsvertrag mit niedergelassenen Ärztinnen oder Ärzten in der Umgebung sichergestellt werden kann. In diesem Fall wird die stationäre Pflegeeinrichtung zur vertragsärztlichen Versorgung ihrer Heimbewohner ermächtigt. Von der stationären Pflegeeinrichtung angestellte Ärztinnen und Ärzte verteuern die Pflege nicht. Soll die Versorgung der Versicherten durch eine Ärztin oder einen Arzt, die oder der in mehreren Pflegeeinrichtungen angestellt ist, erfolgen, sind angestellte Ärztinnen oder Ärzte zur vertragsärztlichen Versorgung zu ermächtigen. In beiden Fällen erfolgt eine Abrechnung der Leistungen im Rahmen der Gesamtvergütung mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Aufwendungen für ihre Beschäftigung dürfen nicht in die Pflegesätze einfließen.

Pflegerin kniet vor Bett einer älteren Dame und hilft beim Anziehen der Stützstrümpfe

Weitere Informationen

Pflegeeinrichtungen (stationär)

Wenn die häusliche Pflege nicht mehr in ausreichendem Umfang gewährleistet werden kann, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Pflege eines Angehörigen zu sichern.

Mehr zu Pflegeeinrichtungen (stationär)

Broschüre – „Die Pflegestärkungsgesetze“

Download Kostenlos bestellen

Broschüre – „Ratgeber Pflege“ - Alles, was Sie zum Thema Pflege und zu den Pflegestärkungsgesetzen wissen müssen

Download Kostenlos bestellen

Pflege-Wissen von A bis Z