Was verbessert sich konkret für Pflegebedürftige in häuslicher Pflege und ihre pflegenden Angehörigen?

Leistungen der Pflegeversicherung für die häusliche Pflege werden erhöht. Bereits seit dem 1. Januar 2015 gibt es für alle zu Hause betreuten Pflegebedürftigen ein höheres Pflegegeld, höhere Pflegesachleistungen und mehr Geld für Pflegehilfsmittel.

Durch die neuen Pflegegrade und die damit verbundenen neuen Leistungsbeträge ab dem 1.1.2017 können viele Betroffene nochmals mehr Leistungen für die häusliche Pflege erhalten.
Durch den neuen Pflegegrad 1 erhalten mittelfristig bis zu 500.000 Menschen erstmals Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung.

Mehr Geld für Pflegehilfsmittel
Bis zu 40 Euro stehen pro Monat für Verbrauchsprodukte wie z.B. Betteinlagen oder Einmalhandschuhe zur Verfügung.

Höhere Zuschüsse für Umbauten
Bis zu 4.000 Euro können pro Maßnahme beantragt werden – etwa für Arbeiten zur Türverbreiterung.

Weniger Anträge
Für Pflegebedürftige zu Hause wird es einfacher, Pflegehilfsmittel wie z.B. Gehhilfen und Duschstühle zu erhalten: Wenn der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Pflegehilfsmittel empfiehlt, müssen diese ab 2017 nicht mehr extra beantragt werden – das spart Formulare und Zeit.

Ausbau der Tages- und Nachtpflege
Auch die Angebotsvielfalt für die häusliche Pflege wurde verbessert. Tages- und Nachtpflege kann bereits seit dem 1.1.2015 zusätzlich ohne Anrechnung auf Pflegegeld und Pflegesachleistung in Anspruch genommen werden.

Ausweitung der Kurzzeitpflege
Die Kurzzeitpflege wird auf bis zu acht Wochen im Jahr ausgeweitet. Pflegerische Betreuung wird zum 1. Januar 2017 Regelleistung der Pflegeversicherung. Die Leistungen für die Ersatzpflege bei Verhinderung der privaten Pflegeperson zum Beispiel durch Urlaub oder Krankheit sind verbessert worden.

Angebote zur Unterstützung im Alltag
Ab dem 1. Januar 2017 können zudem alle Pflegebedürftigen einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro im Monat nutzen. Damit können Angebote zur Unterstützung im Alltag erstattet werden.
Siehe auch: Was ist der Entlastungsbetrag?

Bessere soziale Absicherung für pflegende Angehörige
Für pflegende Angehörige wird die soziale Sicherung verbessert: Mehr Pflegepersonen erhalten Anspruch auf Beitragszahlungen der Pflegekassen in die Rentenversicherung, und die Absicherung pflegender Angehöriger bei späterer Arbeitslosigkeit wird verbessert.

Förderung betreuter Wohngruppen
Auch für Wohngruppen gibt es Vorteile. Für die Gründung einer WG sowie für Maßnahmen für den Wohnungsumbau gibt es eine Anschubfinanzierung. Pflegebedürftige erhalten zudem einen monatlichen Wohngruppenzuschlag.

Welche Leistungen in Anspruch genommen werden können, kann bei der Pflegeberatung erfragt werden. Einen Überblick über die aktuellen Leistungen erhalten Sie unter:

http://pflegeleistungshelfer.bundesgesundheitsministerium.de/

Siehe auch: Was ist der Betreuungs- und Entlastungsbetrag?
 

Weitere Fragen

Was ist der Entlastungsbetrag?

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Welchen Beratungsanspruch haben Pflegebedürftige?

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Wird jetzt nicht alles komplizierter?

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Weitere Informationen

Ambulante Pflegesachleistung

Pflegebedürftige, die weiterhin zu Hause leben, können einen zugelassenen professionellen Pflegedienst engagieren und erhalten dann die sogenannte „Pflegesachleistung“.

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Ambulanter Pflegedienst

Der ambulante Pflegedienst unterstützt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege zu Hause. Er bietet Familien Unterstützung und Hilfe im Alltag, damit pflegende Angehörige z. B. Beruf und Betreuung besser organisieren können.

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Angebote zur Unterstützung im Alltag

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Demenz

„Weg vom Geist“ beziehungsweise „ohne Geist“ – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Demenz“ aus dem Lateinischen. Damit ist das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen vorweggenommen, nämlich der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit.

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Einzelpflegekräfte

Bei Einzelpflegekräften handelt es sich in der Regel um Pflegekräfte, wie beispielsweise eine Altenpflegerin oder einen Altenpfleger, die sich selbständig gemacht haben.

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Entlastungsbetrag

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich. Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen zur Entlastung pflegender Angehöriger und zur Förderung der Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags.

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Kurzzeitpflege

Manche Pflegebedürftige sind für eine begrenzte Zeit auf vollstationäre Pflege angewiesen. Für sie gibt es die Kurzzeitpflege in entsprechenden Einrichtungen.

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Pflege-Wohngemeinschaft

Neue Wohnformen bieten die Möglichkeit, zusammen mit Frauen und Männern in derselben Lebenssituation zu leben und Unterstützung zu erhalten – ohne auf Privatsphäre und Eigenständigkeit zu verzichten.

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Pflegegeld

Das Pflegegeld wird dem Betroffenen von der Pflegekasse überwiesen. Voraussetzung für den Bezug von Pflegegeld ist, dass die häusliche Pflege sichergestellt ist, z. B. durch Angehörige oder andere ehrenamtlich tätige Pflegepersonen.

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Pflegen zu Hause

Die Pflegeversicherung berücksichtigt mit zahlreichen Hilfen – von der Zahlung ambulanter Pflegekräfte bis hin zu Hilfen für pflegende Angehörige – den Wunsch vieler pflegebedürftiger Menschen, zu Hause gepflegt zu werden.

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Umbaumaßnahmen / Wohnungsanpassung im Pflegefall

Wenn Pflegebedürftige zu Hause gepflegt und betreut werden, kann es hilfreich sein, das Wohnumfeld an die besonderen Belange der Pflege- oder Betreuungsbedürftigen individuell anzupassen.

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