„Mehr Unterstützung für Mama bedeutet auch mehr Lebensqualität für mich.“

Es sind oft schon die kleinen Erfolge, die Joël zum Strahlen bringen: das Spielzeugauto neben sich greifen zu können oder sich einem Gesprächspartner ohne fremde Hilfe zuzuwenden. Der Elfjährige ist stark in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt und rund um die Uhr auf Pflege durch seine Mutter angewiesen. Doch das ist kein Grund für ihn, dem Leben weniger glücklich zu begegnen.

Lebenslust trotz 24-Stunden-Pflege

Auf die Schule freut sich Joël jeden Morgen. Seine Mitschüler helfen ihm beim Umgang mit seinen Unterrichtsmaterialien, er unterstützt sie dafür gelegentlich bei Rechenaufgaben. Mathe ist sein Lieblingsfach. Joël würde später gerne etwas mit Computern und Zügen arbeiten, vielleicht in einem Stellwerk.

Treppenlift als „kleines Stückchen Freiheit“

In seinem Rollstuhl kann sich Joël recht selbstständig im Erdgeschoss des Reihenhauses bewegen, in dem er mit seiner Mutter wohnt. Um seinen Bewegungsradius auf den ersten Stock auszudehnen, will seine Mutter dort jetzt einen Treppenlift einbauen. Durch das Pflegestärkungsgesetz I werden derartige Umbaumaßnahmen seit Jahreswechsel mit bis zu 4.000 Euro gefördert, rund 1.443 Euro mehr als bisher. Joël kann den Umbau kaum erwarten. „Ich könnte dann ganz alleine von der Küche in mein Zimmer fahren“, freut er sich und fügt hinzu: „Das bedeutet ein kleines Stückchen mehr Freiheit für mich“.

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