„Häusliche Pflege ist oft ein Full Time-Job, der nicht für jeden zu schaffen ist. Gut, dass es für meinen Vater eine Alternative gibt, mit der alle glücklich sind.“

Der eigene Garten mit Blick auf das Schloss ist noch immer der Lieblingsplatz ihres Vaters. „Daran hat auch der Einzug ins benachbarte Pflegeheim nichts geändert“, sagt Tochter Barbara. Denn die Wohnung im gemeinsamen Haus blieb unverändert. Sonst wäre Bernhard Niermann der Abschied auch zu schwer gefallen, genauso wie dem Rest der Familie, die sich ihr Zuhause kaum ohne „Opa Bernhard“ vorstellen kann.

Aus häuslicher wird stationäre Pflege

Als sich der 89-Jährige bei einem Sturz verletzt, ändert sich bei Niermanns vieles: „Alltägliche Dinge wie Einkaufen oder Spazierengehen klappten nun nicht mehr“, erzählt Tochter Barbara. Anfangs kümmert sich die Beamtin vor und nach der Arbeit um ihren Vater, dann auch mithilfe eines ambulanten Pflegedienstes. Doch mehr als ein paar Monate ist die intensive Betreuung für die 54-Jährige nicht zu schaffen. Da ist der Umzug ins Pflegeheim die beste Lösung für alle.

Mehr Zeit für Gemeinsamkeit – und neue Freunde

Das Zimmer in dem betreuten Wohnbereich, in dem Herr Niermann seither lebt, sei zwar kleiner. „Dafür habe er unter seinen Mitbewohnern schon viele neue Freunde gefunden“, berichtet seine Tochter. Täglich wird gemeinsam gekocht, gesungen und über das Stadtgeschehen diskutiert. Der Besuch im eigenen Haus ist immer noch eine Herzensangelegenheit – für Vater wie Tochter. „Aber nach kurzer Zeit freut er sich schon wieder, unter Leute zu kommen“, sagt Barbara. Die Situation in Pflegeheimen wird auch durch das Pflegestärkungsgesetz verbessert: die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte steigt um 20.000 auf bis zu 45.000 deutlich an.

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